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Beratung mit Umsetzungsanspruch

KI-Beratung: Wo künstliche Intelligenz im Unternehmen tatsächlich trägt

Die meisten KI-Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern daran, dass am falschen Ende begonnen wurde. Wir analysieren zuerst, wo sich der Einsatz rechnet, und bauen dann genau das. Beides von denselben Leuten.

Wann Beratung sinnvoll ist und wann nicht

Nicht jedes Unternehmen braucht eine Analyse. Wenn klar ist, welcher Prozess automatisiert werden soll, und dieser sich beschreiben lässt, kann direkt gebaut werden. Eine Beratung würde in dem Fall nur Zeit und Geld kosten.

Beratung lohnt sich

  • Mehrere Bereiche kommen in Frage, die Priorität ist unklar
  • Es gab bereits einen Anlauf, der nicht zum Ziel führte
  • Die Datenschutzfrage ist ungeklärt
  • Mehrere Werkzeuge im Einsatz, keines konsequent genutzt
  • Budget vorhanden, aber keine Entscheidungsgrundlage

Direkt umsetzen

  • Der Prozess ist klar benannt und abgegrenzt
  • Die beteiligten Systeme sind bekannt
  • Es gibt einen internen Ansprechpartner
  • Der Nutzen lässt sich grob beziffern
  • Ein erster Anwendungsfall genügt

Wie wir arbeiten

Unser Ausgangspunkt ist immer der Prozess, nie das Werkzeug. Wir schauen uns an, welche Tätigkeiten wiederkehren, wie viel Zeit sie binden und an welcher Stelle Entscheidungen fallen. Daraus ergibt sich, ob eine einfache Automatisierung reicht oder ein KI-Agent nötig ist.

Wir empfehlen nur, was wir selbst bauen würden. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Beratung ohne Umsetzungsverantwortung neigt zu ambitionierten Empfehlungen, weil der Aufwand jemand anderes trifft. Wir sitzen in derselben Verantwortung.

Unsere Prüffrage: Würden wir diese Automatisierung in unserem eigenen Betrieb einsetzen? Wenn nein, empfehlen wir sie auch nicht. Unser eigenes System läuft seit über zwölf Monaten, alles was wir anbieten, ist dort erprobt.

Die Potenzialanalyse im Detail

Gespräche mit den Fachbereichen

Vier bis acht Gespräche von je etwa einer Stunde, mit den Menschen, die die Arbeit tatsächlich machen. Nicht nur mit der Leitungsebene, weil dort der tatsächliche Zeitaufwand oft unterschätzt wird.

Bestandsaufnahme der Systeme

Welche Systeme sind im Einsatz, welche haben Schnittstellen, wo liegen die Daten? Ein Prozess mag sich lohnen, aber wenn das führende System keine Schnittstelle hat, ändert das die Bewertung.

Datenklassifizierung

Wir teilen die Daten in drei Klassen: unkritisch, sensibel, streng vertraulich. Daraus folgt, welche Verarbeitung wo stattfinden darf. Diese Festlegung bestimmt die Architektur und gehört deshalb an den Anfang.

Priorisierung und Empfehlung

Jeder gefundene Anwendungsfall wird nach geschätztem Aufwand und erwarteter Entlastung bewertet. Das Ergebnis ist eine Rangfolge mit einer klaren Empfehlung, womit begonnen werden sollte und warum.

Wo KI im Mittelstand meist trägt

Die folgende Einschätzung stammt aus unseren Projekten. Sie ersetzt keine Analyse, gibt aber eine erste Orientierung.

Bereich Typische Anwendungen Eignung
Verwaltung und Backoffice Rechnungsprüfung, Dokumentenablage, Stammdatenpflege, Terminkoordination sehr hoch
Vertrieb Angebotserstellung, Leadqualifizierung, Nachfassen, Wettbewerbsbeobachtung hoch
Kundenservice Standardanfragen, Statusauskünfte, Vorqualifizierung, Wissensdatenbank hoch
Marketing Content-Produktion, Übersetzung, Bildaufbereitung, Kanalverteilung hoch
Einkauf Angebotsvergleich, Lieferantenrecherche, Preisbeobachtung mittel
Produktion Qualitätsdokumentation, Schichtübergaben, Störungsprotokolle situativ

Auffällig ist, dass Verwaltung und Backoffice fast immer an erster Stelle stehen. Dort ist der Anteil wiederkehrender Tätigkeiten am höchsten, und die Prozesse sind meist gut genug dokumentiert, um sie abzubilden.

Fünf Fehler, die wir regelmäßig sehen

Mit dem Werkzeug statt mit dem Problem anfangen

Die Frage lautet nicht, was ein bestimmtes Werkzeug kann, sondern welche Aufgabe im Unternehmen zu viel Zeit frisst. Wer vom Werkzeug her denkt, baut Lösungen für Probleme, die niemand hat.

Den aufwendigsten Prozess zuerst angehen

Der komplexeste Prozess verspricht die größte Ersparnis und scheitert am häufigsten. Der erste Anwendungsfall sollte klein genug sein, um in drei Wochen zu funktionieren, damit im Unternehmen Vertrauen entsteht.

Die Betriebskosten übersehen

Die Entwicklung wird kalkuliert, der laufende Betrieb nicht. Modellkosten, Wartung und Nachjustierung summieren sich. Eine Automatisierung, die im Betrieb mehr kostet als die manuelle Bearbeitung, kommt öfter vor als man denkt.

Ohne Datenfreigabe-Konzept starten

Wenn erst nach dem Aufbau geklärt wird, welche Daten das Haus verlassen dürfen, muss oft neu gebaut werden. Diese Frage gehört an den Anfang, nicht ans Ende.

Die Belegschaft übergehen

Automatisierung wird als Bedrohung wahrgenommen, wenn sie ohne Erklärung eingeführt wird. Wer die Fachbereiche von Anfang an einbindet, bekommt bessere Anforderungen und weniger Widerstand.

Was wir nicht anbieten

Wir halten es für fair, das offen zu sagen, statt es im Gespräch herauszufinden.

  • Keine reine Strategiearbeit ohne Umsetzung. Wenn Sie ein Konzeptpapier für die Geschäftsführung brauchen, das niemand umsetzen soll, sind wir die falsche Adresse.
  • Keine eigenen Modelle von Grund auf. Wir trainieren keine Sprachmodelle. Wir nutzen vorhandene und verbinden sie mit Ihren Prozessen. Für über neunundneunzig Prozent der Anwendungsfälle ist das die richtige Wahl.
  • Keine Rechtsberatung. Wir kennen die praktischen Anforderungen an den Umgang mit Daten und richten Systeme danach aus. Die rechtliche Prüfung im Einzelfall gehört zu einem Fachanwalt.
  • Keine Schulungen ohne technischen Bezug. Wir schulen die Menschen, die mit den von uns gebauten Systemen arbeiten. Allgemeine KI-Grundlagenschulungen bieten andere besser an.

Konditionen

Leistung Dauer Investition
Erstgespräch 45 Minuten kostenfrei
Potenzialanalyse kompakt 2 Wochen ab 4.500 Euro
Potenzialanalyse ausführlich 4 bis 6 Wochen ab 12.000 Euro
Laufende Begleitung monatlich ab 1.000 Euro

Wenn die Umsetzung im Anschluss bei uns liegt, rechnen wir die Hälfte der Analysekosten auf das Projekt an.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet Ihre KI-Beratung von der einer großen Unternehmensberatung?
Wir setzen um, was wir empfehlen. Ein Großteil der KI-Beratung endet mit einer Präsentation und einer Roadmap, deren Umsetzung dann jemand anderes übernehmen soll. Bei uns ist die Beratung die Vorstufe zur Umsetzung durch dieselben Leute. Das diszipliniert die Empfehlungen, weil wir uns nichts vorschlagen können, was wir nicht selbst bauen wollen.
Brauchen wir überhaupt Beratung oder können wir direkt loslegen?
Wenn Sie bereits wissen, welchen Prozess Sie automatisieren wollen, und dieser klar umrissen ist, können Sie die Beratung überspringen. Sinnvoll wird sie, wenn mehrere Bereiche in Frage kommen und unklar ist, wo der Anfang den größten Nutzen bringt. Der häufigste teure Fehler ist, mit dem technisch Interessantesten statt mit dem wirtschaftlich Sinnvollsten zu beginnen.
Wie lange dauert eine Potenzialanalyse?
Zwei bis drei Wochen bei einem mittelständischen Unternehmen. Die erste Woche geht für Gespräche mit den Fachbereichen drauf, die zweite für die Auswertung und Priorisierung. Bei größeren Organisationen mit mehreren Standorten kann es vier bis sechs Wochen dauern.
Was kostet eine KI-Beratung?
Die Potenzialanalyse liegt je nach Unternehmensgröße zwischen 4.500 und 12.000 Euro. Enthalten sind die Interviews, die Auswertung, eine priorisierte Maßnahmenliste mit Aufwandsschätzung und eine Empfehlung für den Einstieg. Wenn die Umsetzung danach bei uns liegt, rechnen wir die Hälfte der Analysekosten an.
Müssen wir dafür unsere Daten offenlegen?
Für die Analyse brauchen wir Einblick in Prozesse, nicht in Daten. Wir sehen, welche Systeme genutzt werden und wie Abläufe funktionieren. Zugriff auf konkrete Inhalte brauchen wir erst in der Umsetzung, und auch dann nur auf das, was der jeweilige Anwendungsfall erfordert.
Was ist, wenn das Ergebnis lautet, dass sich KI bei uns nicht lohnt?
Dann sagen wir das. Es kommt vor, dass die vorhandenen Prozesse zu individuell oder das Volumen zu gering ist, um einen Automatisierungsaufwand zu rechtfertigen. In dem Fall ist die Analyse trotzdem ihr Geld wert, weil sie eine Fehlinvestition verhindert hat.
Beraten Sie auch zur Auswahl von KI-Werkzeugen?
Ja, das ist regelmäßig Teil der Analyse. Viele Unternehmen zahlen für mehrere Werkzeuge mit überlappendem Funktionsumfang, ohne eines davon konsequent zu nutzen. Eine Bereinigung des Werkzeugkastens spart oft mehr, als die erste Automatisierung einbringt.

Wo würden Sie anfangen?

Im kostenfreien Erstgespräch gehen wir Ihre wiederkehrenden Aufgaben durch und sagen Ihnen, wo sich ein Einstieg lohnt und wo nicht. Auch dann, wenn die Antwort lautet, dass Sie uns nicht brauchen.